Emanuela Kielmansegg
1901, Wien – 1983, Wien
Emanuela von Kielmanseggwar nach ihrem Schulabschluss fürein Jahr in einem Kloster – bis sie zum Austritt aufgefordert wurde. Sie arbeitete ab 1932 als Fürsorgerin, zunächst in der von Gräfin Wenckheim gegründeten Einrichtung „Mater ter admirabilis“ in der Buchengasse 108 in Favoriten. Ab 1934 war sie als Hauptfürsorgerin im Jugendamt angestellt. Neben ihrer Berufstätigkeit als Fürsorgerin war sie im Widerstand gegen das NS-Regime aktiv.
1938 gründete sie gemeinsam mit Pater Georg Bichlmair die geheime katholische Hilfsaktion „Aktion K“ – benannt nach ihrem Nachnamen. Sie unterstützten konvertierte katholische Gläubige, die vorher jüdisch gewesen und daher verfolgt waren. Eine Gruppe von zehn Personen, darunter ihre Schwester Pia, organisierte Spenden und verhalf vielen Menschen zur Flucht. In der ersten Jahreshälfte 1940 leitete Emanuela Kielmansegg das Netzwerk und blieb auch danach an Rettungsaktionen beteiligt und mit der „Erzbischöflichen Hilfsstelle für nichtarische Katholiken“ verbunden.
Nach dem Krieg arbeitete Emanuela Kielmansegg im Bundeskanzleramt in der “United Nations Relief and Rehabilitation Administration” (UNRRA), der Wiederaufbauverwaltung der Vereinten Nationen. Auch nach ihrer Pensionierung kümmerte sie sich um Menschen in Notlagen. Im Umfeld der katholischen Frauenbewegung betreute sie ungewollt Schwangere.
