Elfriede Lichtenberg
1904, Wien – 1988, Wien
Elfriede Weiss, die sich Elfi nannte, begann im März 1927 als Hilfsfürsorgerin im Jugendamt zu arbeiten und besuchte berufsbegleitend die Ausbildung, Sie wurde 1931 in den Vorstand des Fachvereins der Fürsorgerinnen gewählt. 1934 engagierte sie sich gemeinsam mit ihrem Mann Franz Lichtenberg bei den verbotenen „Revolutionären Sozialisten“ und wurde aufgrund ihrer politischen Überzeugung aus dem Dienst entlassen.
Das Ehepaar konnte 1938 über Holland nach Kolumbien fliehen. Sie organisierten sich mit anderen Vertriebenen im „Comité de los Austríacos Libres“und planten ihren Beitrag für den Wiederaufbau nach 1945. Elfi Lichtenberg organisierte aus dem Exil Hilfsaktionen für Kinder in Wien.
1948 kehrten Elfi und Franz Lichtenberg mit ihrer Tochter nach Wien zurück. Sie übersiedelten 1950 in die neu erbaute Per-Albin-Hansson-Siedlung, um in einem Arbeiter:innenbezirk politisch aktiv sein zu können. Elfriede Lichtenberg setzte ihre berufliche Tätigkeit als Fürsorgerin fort, arbeitete in der Kinderübernahmestelle und ab 1951 bis zu ihrer Pensionierung 1962 in der Zentrale des Jugendamts. 1984 übersiedelte sie in das Pensionistenheim in der Ada-Christen-Gasse.
